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Seit wir das Gefühl für unsere Herkunft und die Verbindung zu unserem göttlichen Ursprung nahezu verloren haben, suchen wir nach Möglichkeiten, irgendwie den Sinn unseres Weges zu begreifen. Erst wenn wir die Sinnhaftigkeit unseres Lebens mindestens im Ansatz erfassen können, sind wir in der Lage, uns mutig den Herausforderungen zu stellen, denen wir dabei begegnen.
Begabt mit dem starken Werkzeug unseres Verstandes, scheinen Logik und Vernunft den ersten Einstieg zu bieten. Und tatsächlich war es die Beobachtung der Lichter an unserem Himmel, die uns die Idee vermittelte, dass nicht nur das Leben in der Natur, sondern auch wir als Menschen und als ein Teil dieser Welt, von den Rhythmen ihrer Bewegungen getragen werden.
Schon vor ca. 5.000 Jahren weitete sich unser Blick für die Zyklen der fünf Planeten, die neben Sonne und Mond in unserem Sonnensystem kreisen. Bereits zu dieser Zeit waren erstaunliche Berechnungen möglich, die heute, mit der Datenverarbeitung über den Computer, einen Höhepunkt unserer logischen Fähigkeiten erreicht haben. Musste man sich noch vor 15 Jahren ein bis zwei Stunden Zeit nehmen, um ein farbiges Horoskopbild zu erhalten, kann es heute in Sekundenschnelle ausgedruckt werden.
War man zu dieser Zeit auch beim Lesen dieses Bildes auf die eigenständige Interpretation beziehungsweise, das in Büchern vorhandene Wissen angewiesen, haben heute viele Astrologen ihre Kenntnisse in Textmodulen niedergeschrieben, die von der entsprechenden Software nach den berechneten astronomischen Fakten zu einem Deutungstext zusammengestellt werden. Mit diesen auf logischen Zusammenhängen basierenden Kombinationen erhält man ein Puzzlebild zu seiner Person, das oft noch erklärungsbedürftig ist. Man stößt darin auf Gegensätze, die nur verständlich werden, wenn man die Sprache der astrologischen Symbole versteht und ihre Zusammenhänge mindestens in den Grundlagen begreift.
Die für mich wesentlichste Aussage von Max Heindel in der „Botschaft der Sterne“ trifft deshalb nach wie vor zu, auch wenn uns die Technik heute Hilfen an die Hand gibt, die er sich zu seiner Zeit vermutlich kaum vorstellen konnte:
„Astrologie bedeutet ‚Logik der Sterne’, und dem Schüler sei ernsthaft geraten, sich nicht zu sehr von Autoritäten abhängig zu machen. Vielmehr muss durch Übung und Erfahrung erreicht werden, die Basisnatur eines jeden Planeten zu verstehen, den Einfluss der Zeichen, Häuser und Aspekte richtig zu erfassen, um dann durch einen Prozess des vernünftigen Kombinierens und durch Entwicklung der eigenen Intuition die Aussagen zu erkennen. Das wird dem Schüler weit besser dienen, als die Fähigkeit, wie ein Papagei zu zitieren, was irgendjemand gesagt hat.“ („Die Botschaft der Sterne“, Max Heindel und Augusta Foss-Heindel, Neuübersetzung der amerikanischen Ausgabe von 1973, Seite 58)
Die Idee zu meinem im Februar erschienen Buchprojekt AstroLogik hat in diesen Sätzen wohl ihren Ursprung, ohne dass ich es in den Anfängen meiner Studienzeit zur Kenntnis genommen hätte. Ohne die Leistungen der heute zur Verfügung stehenden Hilfen schmälern zu wollen, erklärt ein kurzes Zitat daraus vielleicht auch, warum wir allein mit unserem logischen Verstand diesbezüglich nur schwer zum Ziel kommen werden:
„Obwohl das Buch (Die Botschaft der Sterne) bereits Anfang des 20. Jahrhunderts aufgelegt wurde, trafen die Autoren mit dieser Feststellung (wie oben zitiert) einen Punkt, der auch erklärt, warum die Deutungstexte von astrologischen Computerprogrammen beim Gelegenheitsanwender immer noch Unzufriedenheit aufkommen lassen.
Soweit mir bekannt ist, können diese Programme zurzeit nicht mehr als vier verschiedene Bausteine miteinander kombinieren. Wer schon einmal versucht hat, ein Horoskop zu deuten, weiß, dass das bei weitem nicht ausreicht, um eine individuelle Aussage zu erhalten, auch wenn es schon eine gute Annäherung ergibt. Außerdem muss sich ein Programm bei dieser Aufgabe nach wie vor auf logische Kombinationen reduzieren, wo nur der Mensch seine Intuition hinzufügen kann.“
Mit dieser Intuition müssen wir wieder lernen zu spielen, wenn wir unser ganzes Wesen aus dem Symbolbild Horoskop erfassen wollen. Um die intuitiven Eindrücke der archetypischen Bilder in unserem Wesen zu unterstützen, besteht AstroLogik aus 86 Karten, auf denen jedes astrologische Symbol in Schlüsselworten dargestellt wird. Sprache ist ein Ausdruck unseres Verstandes. Es ist das Medium, das uns hilft, unsere Gedanken miteinander zu teilen. Diese Aneinanderreihungen von Buchstaben sind jedoch für jeden von uns mit ganz individuellen Gefühlen belegt, die wir beim Verständnis der gehörten oder gelesenen Informationen mit einbringen. Beim Gespräch trägt natürlich auch die Schwingung des „Senders“ zu diesen Gefühlen mit bei. Je stärker wir die einzelnen Worte hervorheben, ihnen Raum zur Entfaltung geben, wie zum Beispiel bei einem Gedicht, umso mehr können sie uns auf der Gefühlsebene berühren.
Die Schlüsselworte der Karten sind selbstverständlich weit davon entfernt, sie als Gedicht bezeichnen zu können. Sie wurden jedoch nahezu von allem begleitenden Text befreit, so dass sie uns zu vielen möglichen Eindrücken und Intuitionen inspirieren können.
Als „ungebundenes“ System haben die Karten zudem den Vorteil, dass wir sie ganz nach unserem Bedarf anordnen und sortieren können. Das Horoskop mit all seinen Symbolen ist der Plan, an dem wir uns orientieren.
Die Horoskopzeichnung hat sich im Laufe der Jahrtausende zu einer „Landkarte unserer Persönlichkeit“ entwickelt, die so viele Informationen auf engstem Raum zur Verfügung stellt, dass wir von dieser Flut schier überrollt zu werden scheinen. Erstaunlicherweise pickt sich der unbewusste Teil unseres Wesens gerne Ausschnitte davon heraus, die gerade besonders wichtig für uns scheinen.
Die immer wieder angestrebte Gesamtschau auf das eigene Wesen schillert in so vielen Facetten, dass es anscheinend kaum möglich ist, zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen.
Wer danach strebt, den Sinn seines Lebens bewusst zu erfassen, wird deshalb immer wieder auf Erklärungs- oder Beratungsbedarf stoßen.
Nach den Erfahrungen aus vielen Jahren des Studiums und der freien Beratung für Freunde und Bekannte, liegt der wirkliche Wert der Astrologie für mich darin, dass sie eigenständig für jeden als Werkzeug zur Selbsterkenntnis dienen kann. Es geht weniger darum, Perfektion in der Interpretation eines Horoskops zu erreichen – jede Deutung ist ohnehin von vielen subjektiven Faktoren geprägt. Vielmehr scheint es für unsere Entwicklung wichtig, die Bilder aus unserem Unter- und Überbewusstsein zunächst einmal auftauchen zu lassen und in unsere Gegenwart zu integrieren. Für diesen Bereich öffnen wir uns immer dann, wenn wir den astrologischen Symbolen begegnen, sei das nun über das herkömmliche „Lesen eines Horoskops“ oder über den spielerischen Umgang mit seinen verschlüsselten Zeichen.
Denn bei der Beratung für andere ist es „eine Sache mit Hilfe von Logik und Intuition zu erfassen, welche Aussage das Horoskopbild vermittelt, es ist aber noch um einiges schwieriger, diese ganz eigenen Inhalte in eine allgemein verständliche Sprache zu übersetzen.
Auf diesem Weg geht unvermeidlich die ein oder andere ‚Information’ verloren“.
Dieses Arbeits- und Spielset zur Astrologie enthält:
• ein alternatives Lernsystem mit Schlüsselworten zu den astrologischen Symbolen auf 86 Karten (mit Faltbox)
• eine Anleitung zum flexiblen Einsatz der Karten an einem Beispielhoroskop
• eine Erklärung der astronomischen Zusammenhänge in einfachen Worten
• ein Berechnungsbeispiel „von Hand“ als Verständnishilfe
Es ist sowohl für Einsteiger wie auch erfahrene Interessenten geeignet!
VERLAG BEATRIX LIEBE
ISBN 978-3-9811389-0-0
€ 39,90
Vertrieb über www.beatrixliebe.de,
Das Buch ist erhältlich im Buchhandel und RCF-Shop
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