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Archive für 15.6.2008
……Die sieben Prinzipien (Werner Chlouba)
15.6.2008 von admin.
Schauen wir in uns hinein, so erkennen wir, dass es in uns denkt und fühlt, obwohl wir häufig sagen: „Wir denken“ oder „Wir fühlen“.
Dieses Denken und Fühlen liegt allem zu Grunde. Alles denkt und fühlt, dass gesamte All, alles was durch unsere materiellen Sinne wahrnehmbar ist und ihm zugrunde liegt. Das materielle Universum, die Erscheinungen des Lebens, Materie, Energie usw. Geist hingegen ist unerkennbar und undefinierbar, kann aber gedacht und betrachtet werden.
Die Erscheinungswelt oder das Universum ist nichts anderes als eine mentale Schöpfung des Alls, und den Gesetzen der erschaffenen Dinge unterworfen. Hierin haben wir unser Sein, leben und bewegen wir uns. Jede Entwicklung von Sein und Leben steht auf einem für ihn charakteristischem Niveau in den jeweiligen Plänen der Entwicklung. Auf diesen verschiedenen Plänen von Sein und Leben gibt es immer eine Übereinstimmung zwischen den Gesetzen und Erscheinungen. Es gibt auch Pläne jenseits unseres Erkennungsvermögens.
Durch das Erkennen und Verstehen der Naturgesetze auf einem Plan, können wir durch Analogie auch auf die Gesetzesmäßigkeit in anderen Plänen des materiellen, mentalen und spirituellen Universums schließen. Wie oben so unten, wie unten so oben. Somit können wir von dem Bekannten auf das Unbekannte schließen.
Nichts ruht, alles bewegt sich, alles schwingt. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Manifestationen von Materie, Energie, Mind und sogar Geist, beruhen hauptsächlich auf abweichenden Schwingungsgraden. Vom All, welcher reiner Geist ist, bis hinunter zu den gröbsten Formen der Materie, ist alles in Schwingung. Je höher die Schwingung, desto höher der Platz in der Stufenleiter. Die Schwingung des reinen Geistes ist von einem so unendlichen Grad von Intensität und Schnelligkeit, dass sein Zustand praktisch dem der Ruhe gleichkommt. Am anderen Ende der Stufenleiter gibt es grobe Materie, deren Schwingung so langsam ist, dass sie ebenso in Ruhe zu sein scheint. Zwischen diesen Polen gibt es unendlich viele verschiedene Schwingungsgrade.
Alles ist zweifach, alles hat Pole, alles hat seine zwei Gegensätze. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden. Alle Wahrheiten sind nur Teilwahrheiten. Jedes Ding hat zwei Seiten. Gegensätze sind im Grunde dasselbe, sie unterscheiden sich nur im Grad voneinander.
Beispiele:
Hitze und Kälte, obwohl Gegensätze, sind tatsächlich dasselbe, die Unterschiede bestehen nur in den Graden eines und desselben Dinges. Es sind nur die zwei Pole von dem, was wir Wärme nennen. Das Gleiche gilt für Licht und Dunkelheit, groß und klein, hart und weich, schwarz und weiß, scharf und stumpf, leise und laut, hoch und niedrig, positiv und negativ usw. Das gleiche gilt auch auf dem mentalen Plan, wie Liebe und Hass, Gut und Böse usw.
Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten, alles hebt sich und fällt, der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag des Pendels nach links. Rhythmus gleicht aus und neutralisiert. Ein Fortschritt und Rückschritt, ein Steigen und Fallen, Ebbe und Flut, ist in allen Angelegenheiten des Universums, der Sonnen, Welten, Menschen, Tiere, des Mind, der Energie und der Materie. Im Erschaffen und Zerstören der Welten, im Aufstieg und Verfall der Nationen, im Leben aller Dinge, ebenso in den mentalen Zuständen der Menschen. Jede Ursache hat ihre Wirkung, jede Wirkung hat ihre Ursache. Die höheren Pläne beeinflussen die unteren Pläne und umgekehrt. Alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip. Geschlecht ist in Allem und offenbart sich auch auf allen Plänen. Das männliche und das weibliche Prinzip ist in Allem.
Das Prinzip wirkt immer in Richtung von Zeugung, Neubildung und Schöpfung. Jedes männliche Wesen enthält auch das weibliche Element, jedes weibliche enthält auch das männliche Prinzip.
Die Beschäftigung mit den Gesetzmäßigkeiten im Universum und die Anwendung des Erkannten, hilft uns das „Denken in uns“ zu begreifen und erkennen. Nutzen wir dann das Erkannte, so üben wir eine Art Alchemie. Durch die Veränderung der Gedanken in uns, verändern wir uns auch im Äußeren und dadurch unsere Umwelt. Wenn wir wissen, dass Allem Gedanken zugrunde liegen, so können wir der gedanklichen Beeinflussung anderer Menschen entgegen wirken und neutralisieren.
Was ist Wirklichkeit? Unter Wirklichkeit verstehen wir etwas, das wahr ist, dauernd gültig ist, beständig ist. Diese Wirklichkeit vermuten wir hinter allen äußeren Erscheinungen und Manifestationen. Betrachte wir aber diese Welt, so sehen wir nichts als Bewegung und Veränderung. Nichts steht still, alles wird geboren, wächst und stirbt. Alles entwickelt sich aus anderen Dingen und löst sich in wieder neuen Dingen auf.
Diese Veränderungen können nur die äußeren Erscheinungen einer substantiellen Wirklichkeit sein, die wir nicht zu erkennen vermögen.
Was ist Materie?Woraus bestehen wir? Ist Materie eine Illusion? Nur eine Kombination von Energie in Bewegung? Aber es ist „Leben“, und allem „Leben“ muss eine Idee hierfür zugrunde liegen. Alles ist somit unendliches lebendiges Denken - oder auch „reiner Geist“. Der Tod ist nichts Reales, er ist nur eine Geburt zu einem neuen Leben. Leben gibt es nicht nur für uns sichtbaren Wesen und Erscheinungen, sondern auch in anderen weiteren Welten.
Unsere Aufgabe in unserem Leben ist das Erkennen und Anwenden der allgültigen Gesetze. Unsere Gedanken, unsere Handlungen, unser ganzes Leben, muss in Übereinstimmung mit diesen Gesetzen gebracht werden. Wie ein Künstler in einem Steinblock die Statue erkennt und sie herausmeißelt, so müssen wir die Gesetze erkennen und sie anwenden und leben. Die Meisterschaft erlangen wir nur durch Beherrschung und Anwendung dieser Gesetze. Wir können uns nicht diesen Gesetzmäßigkeiten entziehen, wir leben in ihnen und sind ein Teil von ihnen. Der Unterschied besteht nur darin, ob wir gelebt werden oder ob wir selbst bewußt leben. Lernen wir die Kunst der Alchemie, die Gesetze anzuwenden und das Höhere gegen das Niedere zu nutzen, bzw. das Unerwünschte in Wertvolleres umzuwandeln. Die Meisterschaft liegt nicht im Erstreben von Träumen, Visionen, phantastischen Vorstellungen, sondern darin, dass wir höhere Kräfte gegen niedere anwenden, dass wir durch die Schwingungen höherer Pläne die Mühsale der niederen vermeiden. Unsere Aufgabe im Universum ist nicht, seine Existenz zu verneinen, sondern zu leben, die Gesetze anzuwenden, vom Niederen zum Höheren uns zu erheben, weiter zu leben, indem wir das Beste tun, was wir unter den sich täglich ergebenen Umständen tun können, und so weit als möglich unseren höchsten Ideen und Idealen zustreben.
Wir sind alle auf dem gleichen Pfad und sollten uns deshalb gegenseitig helfen und unterstützen. Selbstsüchtiges Streben auf dem spirituellen Pfad führt unvermeidlich zu einem Rückfall. Der Geist unseres Schöpfers ist in uns. Durch die Gegensätze: „Erkennen und Anwenden“, „Ruhe und Aktion“ usw., haben wir die Fähigkeit, wie beim „Einatmen und Ausatmen“, zu differenzieren und kommen schrittweise auf unserem Lebensweg weiter und unserem Ziel näher.
Es gibt viele Daseinspläne, viele Unterpläne des Lebens, viele Existenzgrade im Universum. Alle hängen vom Fortschritt der Wesen auf der Stufenleiter ab. Der niederste Punkt dieser Leiter ist die gröbste Materie, der höchste Punkt ist vom reinen Geist des Alls nur durch einen kaum merklichen Unterschied getrennt. Alles ist entlang dieser Lebensleiter aufwärts und vorwärts in Bewegung. Jeder Fortschritt ist ein Heimkehren.
Von der höchsten Manifestation bis zur niedersten ist alles in Bewegung und schwingt, nichts ist in Ruhe. Es schwingt aber nicht nur in verschiedenen Bewegungsmaßen, sondern auch in verschiedenen Richtungen und auf verschiedene Art und Weise. Die Grade der Schwingungsmaße bestimmen die Grade auf der Stufenleiter der Schwingungen. Je höher der Grad des Schwingungsmaßes, desto höher der Plan und desto höher die Manifestation des Lebens, das diesen Plan einnimmt.
Alle Manifestationen von Gedanken, Gefühlen, Verstand, Wille oder Wunsch, werden von ausstrahlenden Schwingungen begleitet. Diese ausstrahlenden Schwingungen durchdringen alles in unserer Umgebung und beeinflussen dadurch auch andere Wesen. Genauso werden auch wir durch diese Induktion anderer Wesen beeinflußt.
Jeder Gedanke, jedes Gefühl oder jeder mentale Zustand hat sein entsprechendes Maß und seine entsprechende Art der Schwingung. Durch die Anstrengung des Willens lassen sich diese Zustände reproduzieren, genau so, wie ein musikalischer Ton erzeugt werden kann. Durch die Kenntnis und Anwendung des Prinzips der Schwingungen, können wir unsere Gedanken in uns auf jeden erwünschten Schwingungsgrad polarisieren und erlangen die Herrschaft über unsere mentalen Zustände und Stimmungen. Durch die Induktion dieser Schwingungen beeinflussen wir auch die mentalen Zustände und Schwingungen in unserem Umfeld.
Alle Manifestationen haben zwei Pole, zwei Seiten, zwei Aspekte, zwei Gegensätze, mit unendlichen Zwischenstufungen. Alles ist und ist nicht, zur gleichen Zeit. Alle Wahrheiten sind nur Teilwahrheiten. Die Gegensätze der Wirkungen bestehen nur in der Betrachtung der Dinge und sind von unserem Standort abhängig. Geist und Materie sind auch nur die beiden Pole desselben. Die Pläne sind nur Abstufungen dazwischen.
Gut und Böse sind nicht absolut. Wir nennen das eine Ende der Skala gut und das andere böse. Dazwischen ist etwas „weniger gut“ oder „weniger böse“ als das andere. Liebe und Hass werden gewöhnlich als Gegensätze angesehen, aber sie sind in Wirklichkeit nur Ausdrücke desselben. Die Intensität der Differenzen bestehen nur in dem Betrachtungswinkel und Abstand zu diesen Dingen, denn wir können immer nur Teilstrecken auf der Werteskala unserer Betrachtung erkennen. Zwischen diesen beiden entgegengesetzten Betrachtungspunkten gibt es einen Mittelpunkt, an dem die Unterschiede der Zuneigung und Abneigung so schwach werden, dass es unmöglich wird, sie voneinander zu unterscheiden. Durch Veränderung des Betrachtungswinkels und des Abstandes, lassen sich die Intensitäten der Differenzen verändern. Hass kann in Liebe, Furcht in Mut, Böses in Gutes, Heißes in Kaltes, Trägheit in Aktivität usw., verwandelt werden.
Denken wir bei allen unseren Handlungen daran, was für eine Verantwortung wir tragen, denn jede Veränderung, die wir hervorbringen, beeinflusst nicht nur uns selbst, sondern durch Induktion auch alle Wesen in unserer Umgebung. Wir gehen täglich mit diesen Dingen, in unserer Familie und auch im Arbeitsumfeld, so selbstverständlich um, sogar häufig unbewusst. Durch Farben, Gerüche, Klänge, unsere Stimmungen, die Ausstrahlung unseres Charakters usw., beeinflussen wir bewusst und unbewusst alles in unserer Umgebung. Setzen wir deshalb unsere Fähigkeiten nur zur „Heilung“ ein, zur Reparatur einer misslichen Situation und niemals zu selbstsüchtigen Zwecken.
Jeder Gedanke, jede Manifestation wird geboren, wird genährt, wächst, reift heran, erreicht seinen Höhepunkt und stirbt. So ist es mit allen großen Bewegungen, Philosophien, Glaubensbekenntnissen, Sitten und Gebräuche, Regierungen, Nationen usw. Die Nacht folgt dem Tag, der Ebbe folgt die Flut und dem Sommer der Winter. Allem liegt eine eigene Grundschwingung zwischen den Polen zugrunde. Durch die Kenntnis der Gesetzesmäßigkeiten der uns beeinflussenden Dinge können wir uns ihnen entziehen, beziehungsweise im Einklang mit ihnen leben.
Wenn wir erkennen, dass die Beeinflussung der Schwingungen in uns dadurch außer Kraft gesetzt werden können, dass wir uns mental in eine andere Ebene erheben, fangen wir an bewußt zu leben und sind nicht mehr Spielball aller Kräfte um uns herum. Mit Hilfe unseres Willens erlangen wir dann einen Grad von Gleichgewicht und Festigkeit.
Erfahrungen können wir aber nur dadurch machen, dass wir die Dinge intensiv erleben. Eine tiefe Freude können wir nur empfinden, wenn wir wissen, was Leid ist. Die Mühsal und Plage unserer Mitmenschen können wir nur erahnen, wenn wir die Situationen selbst erlebt haben. Vermeiden wir dieses Durchleben, reduzieren wir unsere Erfahrungen in diesem Leben. Denken wir an das Gesetz: „Nach einer dunklen Nacht scheint wieder die Sonne“. Nichts geschieht durch Zufall. Jeglicher Reaktion liegt ein Impuls zugrunde. Ein Ereignis kommt oder geschieht als Ergebnis oder Folge eines vorangegangenen Ereignisses. Kein Ereignis schafft ein anderes Ereignis, es ist nur ein vorangehendes Glied in der großen Kette von Ereignissen, die aus der schöpferischen Energie des Alls flutet.
Jeder Gedanke den wir denken, jede Tat, die wir vollbringen, bildet ein Glied der Kette von Ursache und Wirkung. Wir glauben, dass wir frei entscheiden und handeln können. Woher kommen aber die Wünsche, Ideen und Gefühle, die uns zu unseren Entscheidungen führen? Vieles hängt davon ab, in welchem Umfeld und Beeinflussungsgebiet wir leben und uns aufhalten. Achten wir also darauf, mit was und wem wir umgehen. Alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip. Geschlecht ist verwandt mit zeugen, erzeugen, schaffen, herbringen, Schöpfung. Dieses Prinzip gilt nicht nur bei Wesen, sondern in allen Dingen. Die Aufgabe des männlichen Prinzips ist, eine gewisse Menge Energie (einen Impuls) auf das weibliche zu richten und somit einen Schöpfungsvorgang in Tätigkeit zu setzen. Das weibliche Prinzip ist immer dasjenige, welches das aktive schöpferische Werk vollbringt. In allem Manifestiertem sind beide Prinzipien gegenwärtig. In Analogie können wir nun auch das weibliche und das männliche Prinzip in unserer Gedankenwelt betrachten. Die Tendenz des weiblichen Prinzips geht immer dahin, Eindrücke zu empfangen, und die Tendenz des männlichen Prinzips zu geben, etwas anzustoßen. Das weibliche Prinzip leitet das Werk der Erzeugung neuer Gedanken, Entwürfe, Ideen und das Wirken der Phantasie. Das männliche Prinzip bescheidet sich mit dem Wirken des „Wollens“. Bei den Phänomenen der Telepathie können wir sehen, wie die schwingende Energie des männlichen Prinzips einer Person auf das weibliche Prinzip einer anderen Person projiziert wird, welche die Gedankensaat übernimmt und in sich reifen lässt, sie zu ihrer eigenen macht und entsprechend handelt.
Die Meisterung des Lebens ist das Erkennen der Spielregeln. Dadurch können wir uns mit den höheren Mächten und Kräften in Verbindung setzen und in ihrem Einflussbereich leben.
Zusammenfassung:
Das Erkennen und Anwenden von nur sieben Prinzipien hilft uns, auf unserem Lebensweg voranzuschreiten.
Prinzip der:
„Mentalität“
„Das All ist Mind, das Universum ist mental“
„Entsprechung“
„Wie oben, so unten, wie unten, so oben“
„Schwingungen“
„Nichts ruht, alles bewegt sich, alles schwingt“
„Polarität“
„Alles ist zweifach, alles hat Pole, alles hat zwei Gegensätze“
„Rhythmus“
„Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten, der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links“
„Ursache und Wirkung“
„Jede Ursache hat ihre Wirkung, jede Wirkung hat ihre Ursache“
„Geschlechts“
„Geschlecht ist in allem, alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip“
„Wenn die Ohren des Schülers bereit sind zu hören, dann kommen die Lippen, sie mit Weisheit zu füllen“.
(Aus dem Buch „Kybalion“ - unbekannter Verfasser)
Kontaktaufnahme über Redaktion RCF Rosenkreuzer Freundeskreis info@rosenkreuzer.org.
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