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……Die sieben Prinzipien (Werner Chlouba)

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Schauen wir in uns hinein, so erkennen wir, dass es in uns denkt und fühlt, obwohl wir häufig sagen: „Wir denken“ oder „Wir fühlen“.

Dieses Denken und Fühlen liegt allem zu Grunde. Alles denkt und fühlt, dass gesamte All, alles was durch unsere materiellen Sinne wahrnehmbar ist und ihm zugrunde liegt. Das materielle Universum, die Erscheinungen des Lebens, Materie, Energie usw. Geist hingegen ist unerkennbar und undefinierbar, kann aber gedacht und betrachtet werden.

Die Erscheinungswelt oder das Universum ist nichts anderes als eine mentale Schöpfung des Alls, und den Gesetzen der erschaffenen Dinge unterworfen. Hierin haben wir unser Sein, leben und bewegen wir uns. Jede Entwicklung von Sein und Leben steht auf einem für ihn charakteristischem Niveau in den jeweiligen Plänen der Entwicklung. Auf diesen verschiedenen Plänen von Sein und Leben gibt es immer eine Übereinstimmung zwischen den Gesetzen und Erscheinungen. Es gibt auch Pläne jenseits unseres Erkennungsvermögens.

Durch das Erkennen und Verstehen der Naturgesetze auf einem Plan, können wir durch Analogie auch auf die Gesetzesmäßigkeit in anderen Plänen des materiellen, mentalen und spirituellen Universums schließen. Wie oben so unten, wie unten so oben. Somit können wir von dem Bekannten auf das Unbekannte schließen.

Nichts ruht, alles bewegt sich, alles schwingt. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Manifestationen von Materie, Energie, Mind und sogar Geist, beruhen hauptsächlich auf abweichenden Schwingungsgraden. Vom All, welcher reiner Geist ist, bis hinunter zu den gröbsten Formen der Materie, ist alles in Schwingung. Je höher die Schwingung, desto höher der Platz in der Stufenleiter. Die Schwingung des reinen Geistes ist von einem so unendlichen Grad von Intensität und Schnelligkeit, dass sein Zustand praktisch dem der Ruhe gleichkommt. Am anderen Ende der Stufenleiter gibt es grobe Materie, deren Schwingung so langsam ist, dass sie ebenso in Ruhe zu sein scheint. Zwischen diesen Polen gibt es unendlich viele verschiedene Schwingungsgrade.

Alles ist zweifach, alles hat Pole, alles hat seine zwei Gegensätze. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden. Alle Wahrheiten sind nur Teilwahrheiten. Jedes Ding hat zwei Seiten. Gegensätze sind im Grunde dasselbe, sie unterscheiden sich nur im Grad voneinander.

Beispiele:

Hitze und Kälte, obwohl Gegensätze, sind tatsächlich dasselbe, die Unterschiede bestehen nur in den Graden eines und desselben Dinges. Es sind nur die zwei Pole von dem, was wir Wärme nennen. Das Gleiche gilt für Licht und Dunkelheit, groß und klein, hart und weich, schwarz und weiß, scharf und stumpf, leise und laut, hoch und niedrig, positiv und negativ usw. Das gleiche gilt auch auf dem mentalen Plan, wie Liebe und Hass, Gut und Böse usw.

Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten, alles hebt sich und fällt, der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag des Pendels nach links. Rhythmus gleicht aus und neutralisiert. Ein Fortschritt und Rückschritt, ein Steigen und Fallen, Ebbe und Flut, ist in allen Angelegenheiten des Universums, der Sonnen, Welten, Menschen, Tiere, des Mind, der Energie und der Materie. Im Erschaffen und Zerstören der Welten, im Aufstieg und Verfall der Nationen, im Leben aller Dinge, ebenso in den mentalen Zuständen der Menschen. Jede Ursache hat ihre Wirkung, jede Wirkung hat ihre Ursache. Die höheren Pläne beeinflussen die unteren Pläne und umgekehrt. Alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip. Geschlecht ist in Allem und offenbart sich auch auf allen Plänen. Das männliche und das weibliche Prinzip ist in Allem.

Das Prinzip wirkt immer in Richtung von Zeugung, Neubildung und Schöpfung. Jedes männliche Wesen enthält auch das weibliche Element, jedes weibliche enthält auch das männliche Prinzip.

Die Beschäftigung mit den Gesetzmäßigkeiten im Universum und die Anwendung des Erkannten, hilft uns das „Denken in uns“ zu begreifen und erkennen. Nutzen wir dann das Erkannte, so üben wir eine Art Alchemie. Durch die Veränderung der Gedanken in uns, verändern wir uns auch im Äußeren und dadurch unsere Umwelt. Wenn wir wissen, dass Allem Gedanken zugrunde liegen, so können wir der gedanklichen Beeinflussung anderer Menschen entgegen wirken und neutralisieren.

Was ist Wirklichkeit? Unter Wirklichkeit verstehen wir etwas, das wahr ist, dauernd gültig ist, beständig ist. Diese Wirklichkeit vermuten wir hinter allen äußeren Erscheinungen und Manifestationen. Betrachte wir aber diese Welt, so sehen wir nichts als Bewegung und Veränderung. Nichts steht still, alles wird geboren, wächst und stirbt. Alles entwickelt sich aus anderen Dingen und löst sich in wieder neuen Dingen auf.

Diese Veränderungen können nur die äußeren Erscheinungen einer substantiellen Wirklichkeit sein, die wir nicht zu erkennen vermögen.

Was ist Materie?Woraus bestehen wir? Ist Materie eine Illusion? Nur eine Kombination von Energie in Bewegung? Aber es ist „Leben“, und allem „Leben“ muss eine Idee hierfür zugrunde liegen. Alles ist somit unendliches lebendiges Denken - oder auch „reiner Geist“. Der Tod ist nichts Reales, er ist nur eine Geburt zu einem neuen Leben. Leben gibt es nicht nur für uns sichtbaren Wesen und Erscheinungen, sondern auch in anderen weiteren Welten.

Unsere Aufgabe in unserem Leben ist das Erkennen und Anwenden der allgültigen Gesetze. Unsere Gedanken, unsere Handlungen, unser ganzes Leben, muss in Übereinstimmung mit diesen Gesetzen gebracht werden. Wie ein Künstler in einem Steinblock die Statue erkennt und sie herausmeißelt, so müssen wir die Gesetze erkennen und sie anwenden und leben. Die Meisterschaft erlangen wir nur durch Beherrschung und Anwendung dieser Gesetze. Wir können uns nicht diesen Gesetzmäßigkeiten entziehen, wir leben in ihnen und sind ein Teil von ihnen. Der Unterschied besteht nur darin, ob wir gelebt werden oder ob wir selbst bewußt leben. Lernen wir die Kunst der Alchemie, die Gesetze anzuwenden und das Höhere gegen das Niedere zu nutzen, bzw. das Unerwünschte in Wertvolleres umzuwandeln. Die Meisterschaft liegt nicht im Erstreben von Träumen, Visionen, phantastischen Vorstellungen, sondern darin, dass wir höhere Kräfte gegen niedere anwenden, dass wir durch die Schwingungen höherer Pläne die Mühsale der niederen vermeiden. Unsere Aufgabe im Universum ist nicht, seine Existenz zu verneinen, sondern zu leben, die Gesetze anzuwenden, vom Niederen zum Höheren uns zu erheben, weiter zu leben, indem wir das Beste tun, was wir unter den sich täglich ergebenen Umständen tun können, und so weit als möglich unseren höchsten Ideen und Idealen zustreben.

Wir sind alle auf dem gleichen Pfad und sollten uns deshalb gegenseitig helfen und unterstützen. Selbstsüchtiges Streben auf dem spirituellen Pfad führt unvermeidlich zu einem Rückfall. Der Geist unseres Schöpfers ist in uns. Durch die Gegensätze: „Erkennen und Anwenden“, „Ruhe und Aktion“ usw., haben wir die Fähigkeit, wie beim „Einatmen und Ausatmen“, zu differenzieren und kommen schrittweise auf unserem Lebensweg weiter und unserem Ziel näher.

Es gibt viele Daseinspläne, viele Unterpläne des Lebens, viele Existenzgrade im Universum. Alle hängen vom Fortschritt der Wesen auf der Stufenleiter ab. Der niederste Punkt dieser Leiter ist die gröbste Materie, der höchste Punkt ist vom reinen Geist des Alls nur durch einen kaum merklichen Unterschied getrennt. Alles ist entlang dieser Lebensleiter aufwärts und vorwärts in Bewegung. Jeder Fortschritt ist ein Heimkehren.

Von der höchsten Manifestation bis zur niedersten ist alles in Bewegung und schwingt, nichts ist in Ruhe. Es schwingt aber nicht nur in verschiedenen Bewegungsmaßen, sondern auch in verschiedenen Richtungen und auf verschiedene Art und Weise. Die Grade der Schwingungsmaße bestimmen die Grade auf der Stufenleiter der Schwingungen. Je höher der Grad des Schwingungsmaßes, desto höher der Plan und desto höher die Manifestation des Lebens, das diesen Plan einnimmt.

Alle Manifestationen von Gedanken, Gefühlen, Verstand, Wille oder Wunsch, werden von ausstrahlenden Schwingungen begleitet. Diese ausstrahlenden Schwingungen durchdringen alles in unserer Umgebung und beeinflussen dadurch auch andere Wesen. Genauso werden auch wir durch diese Induktion anderer Wesen beeinflußt.

Jeder Gedanke, jedes Gefühl oder jeder mentale Zustand hat sein entsprechendes Maß und seine entsprechende Art der Schwingung. Durch die Anstrengung des Willens lassen sich diese Zustände reproduzieren, genau so, wie ein musikalischer Ton erzeugt werden kann. Durch die Kenntnis und Anwendung des Prinzips der Schwingungen, können wir unsere Gedanken in uns auf jeden erwünschten Schwingungsgrad polarisieren und erlangen die Herrschaft über unsere mentalen Zustände und Stimmungen. Durch die Induktion dieser Schwingungen beeinflussen wir auch die mentalen Zustände und Schwingungen in unserem Umfeld.

Alle Manifestationen haben zwei Pole, zwei Seiten, zwei Aspekte, zwei Gegensätze, mit unendlichen Zwischenstufungen. Alles ist und ist nicht, zur gleichen Zeit. Alle Wahrheiten sind nur Teilwahrheiten. Die Gegensätze der Wirkungen bestehen nur in der Betrachtung der Dinge und sind von unserem Standort abhängig. Geist und Materie sind auch nur die beiden Pole desselben. Die Pläne sind nur Abstufungen dazwischen.

Gut und Böse sind nicht absolut. Wir nennen das eine Ende der Skala gut und das andere böse. Dazwischen ist etwas „weniger gut“ oder „weniger böse“ als das andere. Liebe und Hass werden gewöhnlich als Gegensätze angesehen, aber sie sind in Wirklichkeit nur Ausdrücke desselben. Die Intensität der Differenzen bestehen nur in dem Betrachtungswinkel und Abstand zu diesen Dingen, denn wir können immer nur Teilstrecken auf der Werteskala unserer Betrachtung erkennen. Zwischen diesen beiden entgegengesetzten Betrachtungspunkten gibt es einen Mittelpunkt, an dem die Unterschiede der Zuneigung und Abneigung so schwach werden, dass es unmöglich wird, sie voneinander zu unterscheiden. Durch Veränderung des Betrachtungswinkels und des Abstandes, lassen sich die Intensitäten der Differenzen verändern. Hass kann in Liebe, Furcht in Mut, Böses in Gutes, Heißes in Kaltes, Trägheit in Aktivität usw., verwandelt werden.

Denken wir bei allen unseren Handlungen daran, was für eine Verantwortung wir tragen, denn jede Veränderung, die wir hervorbringen, beeinflusst nicht nur uns selbst, sondern durch Induktion auch alle Wesen in unserer Umgebung. Wir gehen täglich mit diesen Dingen, in unserer Familie und auch im Arbeitsumfeld, so selbstverständlich um, sogar häufig unbewusst. Durch Farben, Gerüche, Klänge, unsere Stimmungen, die Ausstrahlung unseres Charakters usw., beeinflussen wir bewusst und unbewusst alles in unserer Umgebung. Setzen wir deshalb unsere Fähigkeiten nur zur „Heilung“ ein, zur Reparatur einer misslichen Situation und niemals zu selbstsüchtigen Zwecken.

Jeder Gedanke, jede Manifestation wird geboren, wird genährt, wächst, reift heran, erreicht seinen Höhepunkt und stirbt. So ist es mit allen großen Bewegungen, Philosophien, Glaubensbekenntnissen, Sitten und Gebräuche, Regierungen, Nationen usw. Die Nacht folgt dem Tag, der Ebbe folgt die Flut und dem Sommer der Winter. Allem liegt eine eigene Grundschwingung zwischen den Polen zugrunde. Durch die Kenntnis der Gesetzesmäßigkeiten der uns beeinflussenden Dinge können wir uns ihnen entziehen, beziehungsweise im Einklang mit ihnen leben.

Wenn wir erkennen, dass die Beeinflussung der Schwingungen in uns dadurch außer Kraft gesetzt werden können, dass wir uns mental in eine andere Ebene erheben, fangen wir an bewußt zu leben und sind nicht mehr Spielball aller Kräfte um uns herum. Mit Hilfe unseres Willens erlangen wir dann einen Grad von Gleichgewicht und Festigkeit.

Erfahrungen können wir aber nur dadurch machen, dass wir die Dinge intensiv erleben. Eine tiefe Freude können wir nur empfinden, wenn wir wissen, was Leid ist. Die Mühsal und Plage unserer Mitmenschen können wir nur erahnen, wenn wir die Situationen selbst erlebt haben. Vermeiden wir dieses Durchleben, reduzieren wir unsere Erfahrungen in diesem Leben. Denken wir an das Gesetz: „Nach einer dunklen Nacht scheint wieder die Sonne“. Nichts geschieht durch Zufall. Jeglicher Reaktion liegt ein Impuls zugrunde. Ein Ereignis kommt oder geschieht als Ergebnis oder Folge eines vorangegangenen Ereignisses. Kein Ereignis schafft ein anderes Ereignis, es ist nur ein vorangehendes Glied in der großen Kette von Ereignissen, die aus der schöpferischen Energie des Alls flutet.

Jeder Gedanke den wir denken, jede Tat, die wir vollbringen, bildet ein Glied der Kette von Ursache und Wirkung. Wir glauben, dass wir frei entscheiden und handeln können. Woher kommen aber die Wünsche, Ideen und Gefühle, die uns zu unseren Entscheidungen führen? Vieles hängt davon ab, in welchem Umfeld und Beeinflussungsgebiet wir leben und uns aufhalten. Achten wir also darauf, mit was und wem wir umgehen. Alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip. Geschlecht ist verwandt mit zeugen, erzeugen, schaffen, herbringen, Schöpfung. Dieses Prinzip gilt nicht nur bei Wesen, sondern in allen Dingen. Die Aufgabe des männlichen Prinzips ist, eine gewisse Menge Energie (einen Impuls) auf das weibliche zu richten und somit einen Schöpfungsvorgang in Tätigkeit zu setzen. Das weibliche Prinzip ist immer dasjenige, welches das aktive schöpferische Werk vollbringt. In allem Manifestiertem sind beide Prinzipien gegenwärtig. In Analogie können wir nun auch das weibliche und das männliche Prinzip in unserer Gedankenwelt betrachten. Die Tendenz des weiblichen Prinzips geht immer dahin, Eindrücke zu empfangen, und die Tendenz des männlichen Prinzips zu geben, etwas anzustoßen. Das weibliche Prinzip leitet das Werk der Erzeugung neuer Gedanken, Entwürfe, Ideen und das Wirken der Phantasie. Das männliche Prinzip bescheidet sich mit dem Wirken des „Wollens“. Bei den Phänomenen der Telepathie können wir sehen, wie die schwingende Energie des männlichen Prinzips einer Person auf das weibliche Prinzip einer anderen Person projiziert wird, welche die Gedankensaat übernimmt und in sich reifen lässt, sie zu ihrer eigenen macht und entsprechend handelt.

Die Meisterung des Lebens ist das Erkennen der Spielregeln. Dadurch können wir uns mit den höheren Mächten und Kräften in Verbindung setzen und in ihrem Einflussbereich leben.

Zusammenfassung:

Das Erkennen und Anwenden von nur sieben Prinzipien hilft uns, auf unserem Lebensweg voranzuschreiten.

Prinzip der:

„Mentalität“

„Das All ist Mind, das Universum ist mental“

„Entsprechung“

„Wie oben, so unten, wie unten, so oben“

„Schwingungen“

„Nichts ruht, alles bewegt sich, alles schwingt“

„Polarität“

„Alles ist zweifach, alles hat Pole, alles hat zwei Gegensätze“

„Rhythmus“

„Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten, der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links“

„Ursache und Wirkung“

„Jede Ursache hat ihre Wirkung, jede Wirkung hat ihre Ursache“

„Geschlechts“

„Geschlecht ist in allem, alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip“

„Wenn die Ohren des Schülers bereit sind zu hören, dann kommen die Lippen, sie mit Weisheit zu füllen“.

(Aus dem Buch „Kybalion“ - unbekannter Verfasser)

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……”YIN und YANG” von Beatrix Liebe

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Diese beiden Begriffe sind vor allen Dingen in der ca. 600 v.Chr. entstandenen chinesischen Philosophie des Tao Te King von Bedeutung. (Tao bedeutet „der Weg“, in einer klassischen Übertragung von Richard Wilhelm mit „der Sinn“ übersetzt – dieser bleibt trotz aller äußeren und inneren Veränderungen das beständige Element in unserem Leben.) Sie sind allerdings schon sehr viel älter und haben über die Jahrtausende immer mehr Bedeutungen gewonnen. Um dieser Vielfalt einen Rahmen zu geben, kann man bei Yang vom Prinzip Himmel sprechen (das nicht Greifbare, Energetische und Aktive), bei Yin vom Prinzip Erde (das Greifbare, Materielle und Passive). Der Übergang zwischen beiden ist fließend und unsere Aufgabe nach der Lehre des Tao ist, zwischen diesen beiden Kräften Harmonie herzustellen.

Das Eindringen der östlichen Elemente in die Tradition der westlichen Astrologie stellt keine Ausnahme dar, denn ebenso selbstverständlich sieht man sich mit dem Begriff Karma konfrontiert, einem Sanskrit-Wort, das ursprünglich für Wirken und Tat steht. In der aktuellen Astrologie steht es für den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung, die über mehrere Lebenskreisläufe zum Stand des derzeitigen Horoskops geführt haben. Wir können eine statistische Aussage zu den Yin- und Yangkräften in einem Horoskop treffen, die sich aus der Gliederung der Tierkreiszeichen in aktivmännliche und passiv-weibliche ergibt.

Alle Feuer- und Luftzeichen sind aktiv-männlich und die Erd- und Wasserzeichen sind passiv-weiblich, so dass sich im Kreis ein ständiger Wechsel ergibt. Die Bewegungsrichtung verläuft wie immer gegen den Uhrzeigersinn und startet beim Ascendenten.

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Yang

Das Yang in unserem Horoskop drückt sich also über die Elemente Feuer und Luft aus, so dass wir es in Widder, Löwe und Schütze, Zwillinge, Waage und Wassermann vorherrschend finden. Ihnen gemeinsam ist die Bereitschaft zur offenen Betrachtung und bewussten Thematisierung der anstehenden Aufgaben. Sie alle wollen auf ihre Art „beleuchten“, was es zulösen gilt, und sich aktiv für das offensichtlich präsente Problem einsetzen. Entsprechend der Qualitäten der Zeichen unterscheiden sich jedoch Intensität und Ausdauer, mit denen sie solche Herausforderungen angehen. Das Feuer sucht auf einem direkten und linearen Weg zum Ziel zu kommen. Es setzt die Wärme seiner emotionalen Anteilnahme ein, um eine schnelle und gute Lösung zu finden. Die Luft forscht kreativ nach neuen Wegen. Sie strahlt ihren Charme und ihre Energien in die Runde, um zu sehen, welche Resonanzen sie damit auslösen kann. Beide wollen nach oben, neue Höhen des menschlichen Ausdrucks erklimmen und zur Welt des Lichts aufsteigen. Ihr Expansionsdrang scheint grenzenlos und findet nur bei Löwe und Waage die Grenzen der von diesen Zeichen bevorzugten Wirkungskreise, der Familie im weitesten Sinn oder der Partnerschaft in all ihren Variationen.

Yin

Die Yin-Kräfte finden wir bei den Zeichen der Elemente Erde Wasser, also Stier, Jungfrau und Steinbock, Krebs, Skorpion und Fische. Diese Elemente bilden für uns das greifbare rezeptive Umfeld unseres materiellen Ausdrucks und führen uns in seine Tiefen. Für diese Zeichen geht es darum, in die Nacht unserer langen Vergangenheit hinabzutauchen, um auf all die verborgenen Fähigkeiten wieder zuzugreifen, die wir in den Schatten unserer Erinnerung zurücklassen mussten. Jeder Ausdruck der kalten Erde oder Materie ist darauf angewiesen, die Energie des Lichts aufzunehmen, um zum Leben zu erwachen. Die Samen haben den Keim ihrer Lebenskraft bewahrt und öffnen sich zur vorbestimmten Zeit in der Dunkelheit des Erdreichs, um mit aller Kraft ans Licht vorzudringen. Das Wasser sucht sich seinen oft gewundenen Weg zwischen härtestem Gestein, um schließlich sein Ziel zu erlangen und sich in die weiten der Ozeane zu ergießen. Diese bewegen sich im zyklischen Rhythmus des Mondes und nehmen in ihren Tiefen die Erfahrungen jedes einzelnen Wassertropfens in sich auf. Abgesunken in die Stille der Natur, in den Rhythmen ihrer unendlich sich wiederholenden Kreisläufe, warten beide Elemente geduldig und ausdauernd, um Licht und Feuer in sich aufzunehmen, damit neues Leben auf dieser Erde entstehen kann.

Rhythmen im Horoskop

Die nachbarschaftlichen Zeichen ergänzen sich in der Zeichenfolge des Tierkreises zur Einheit des vollkommenen Kreises aus Yin und Yang, der Einheit in Gott. Unsere Herausforderung auf Erden besteht darin, das Gleichgewicht zwischen männlich und weiblich herzustellen – in uns, in unseren Beziehungen und in unseren Handlungen. Die Verteilung von Yin und Yang zeigt, wie weit das gelungen ist oder welche Ebene wir bevorzugen. Als Hintergrundinformation ist diese Aussage auch bei der Deutung der einzelnen Planeten im Horoskop wertvoll.

Spannungen und Herausforderungen

In der Abbildung wird deutlich, dass wir mit den nebeneinander liegenden Paaren der schwierigen Aufgabe begegnen, die Brücke zwischen den auf der materiellen Ebene nicht verträglichen Elementen (zum Beispiel Widder, Feuer und Stier, Erde) zu schlagen. Außerdem erkennen wir in der Grafik gut, worauf sich die starke Anziehung der Oppositionszeichen gründet: Bei thematischer Gegensätzlichkeit bleiben sie auf einer Ebene und begegnen sich als zwei Yin- oder zwei Yang- Kräfte. Alle Gegensätzlichkeiten scheinen also dafür geschaffen, uns die Vollkommenheit des Kreises zu lehren und irgendwann schließlich seine Harmonie zu erreichen.

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Leiblichkeit als Opum Magnum als Weg des Menschen

Wenn wir uns genau beobachten, dann werden wir feststellen, dass bei geöffneten Augen ein rasches Wechseln der Sehfelder, also ein unentwegtes Orientieren im Raum erfolgt. Die Augen sind ständig in Bewegung, um die Raumkoordinaten stets neu zu bestimmen und um die Bewegungen des Körpers an die räumlichen Gegebenheiten anzupassen.
Dieser Mechanismus verläuft jedoch unbewusst und selbstständig ab. Er stellt das Ergebnis eines angelernten Prozesses dar, der sich seit Babyalter im Zuge der Entwicklung der Sinnes- und Körperwahrnehmung entwickelt hat.
Anders verhält sich die Situation mit geschlossenen Augen. Hier verlieren sich die räumlichen Bezugspunkte.
Wir gehen von Bildern aus, die vorher bei geöffneten Augen klar und deutlich erkennbar waren. Auch verändert sich die vegetative Situation: wo vorher ein nach Außen gerichtetes Handeln in der Peripherie stattfand, kehrt sich dieses nun mehr nach Innen, zum Inwendigen um.
Vorher waren wir mit den Gliedmaßen, mit den Händen und den Füßen beschäftigt und jetzt nehmen wir das Klopfen des Herzens, die Darmgeräusche wahr. Diese Umkehr ist mehr zentripetal und sie wirkt beruhigend, ja beinahe fast einschläfernd. Die zur Ruhe kommende Augenbewegung fixiert nicht mehr unentwegt, sie passt sich nun dem Dunkel an.
Dunkel und Ruhe, Licht und Bewegung. Dies erzeugt lediglich das Öffnen und das Schließen der Augen.
In dieser polaren Welt lebt der Mensch in innigster Verbundenheit mit dem Wechsel der Sonnenbewegung.
Wenn die Sonne aufgeht, so werden wir langsam wach, die Augen öffnen sich, wir neigen uns zur Körperstreckung und zur Aufrichtung.
Die Vertikale ist mit dieser Hinwendung nach Außen verknüpft. Unsere Gliedmaßen werden bewegt, wir handeln im Wachbewusstsein.
Wenn die Sonne untergeht und wir müde werden, so ist mit dem Rückzug des Lichtes das Verlangen nach der Horizontalen gegeben.
In der Horizontalen, im Liegen, schließen sich die Augen wie von selbst.
Die Horizontale verlangt im Schlaf oft nach dem Einrollen auf eine Körperseite.
Im Gegensatz zur aufrechten Haltung beim Bewegen der Arme und Beine mit geöffneten Augen, geschieht diese Einrollbewegung in der Horizontalen leichter mit geschlossenen Augen.

Wortschlüssel:
Geschlossene Augen:
Dunkel, Ruhe, Horizontale ( Liegen ), Einrollen, Zentrum, Innen, Sonne unter.
Geöffnete Augen:
Licht, Bewegung, Vertikale ( Stehen ), Strecken, Gliedmaßen, Außen, Sonne auf.

Diese zwei polaren Bewegungen, zentripetal zur Mitte und zentrifugal nach Außen, beherrschen uns Tag für Tag, Nacht für Nacht.

Wir machen uns diese Phänomene in unserem Körper zuwenig bewusst. Sie stellen Mitteilungen des „Schöpfungsbuches“ im Menschen dar. Der Mensch als Abbild des Göttlichen.
Aufgrund des mangelnden Gewahrseins des leiblichen Lebens, ist uns dieses Bewusstsein allmählich verloren gegangen. Handlungen wie Aufstehen, Gehen, Sprechen und Essen verbergen die Geheimnisse der Schöpfung.
Einen Zugang zu diesen Geheimnissen erhalten wir nur über bewusst werdende Handlungen. Dann und erst dann, wird uns das leibliche Abbild des Göttlichen offenbar werden.
Diese Reise ins Leibliche bedeutet also vielmehr, als nur das bewusste Erleben von reinen Körpervorgängen.
Das Leibliche offenbart sich uns in seiner Essenz als „Geist“: Durch die bewusste Lenkung von Aufmerksamkeit auf „leibliche Entsprechungen,“ wie zum Beispiel das Gehen, wird Geist frei, wird geistige Substanz aufgebaut - ein Auszug, ein Destillat aus der Körperwahrnehmung.
Dieser Vorgang entspricht exakt dem Rektifizieren - in der Sprache der Alchemie - von dem Basilius Valentinus sprach.
Das Unbewusste ist nichts anderes als die „Prima Materia“, jener amorph undifferenzierte Ausgangsstoff, aus dem der „Stein des Weisen“ zu gewinnen ist. Im Leiblichen ruht das Geistige im Menschen und ist mit diesem auf das Engste verknüpft.
Für unser heutiges Bewusstsein geht es nicht mehr um eine „gnostische Abspaltung“ von Geist und Materie, sondern vielmehr um die heilige Vermählung von beiden. Der bewusste Abstieg in die Materie ist ein Akt ihrer geistigen Erlösung durch den Menschen als Pontifex, als Brückenbauer.

Uns begegnen heute große Probleme in der sog. Vermittlung von geistigen Lehren. Diese Lehren werden nicht über die Wahrnehmungsebene des leiblichen Abbildes vermittelt, sondern lediglich über reflektorische und imaginative Verfahren.
Reflektieren an sich, ist ein Akt verstandesmäßiger Tätigkeit, es ist kein Ausdruck von echter Wahrnehmung und inniger Anteilnahme. Es ist gekennzeichnet durch ein Bedürfnis nach Abgrenzung. Wir kennen seine untere polare Entsprechung in der Verdauungstätigkeit, die in ähnlichen Schlingen und Windungen nachvollzogen wird: Das Gekaute wird assimiliert, das Unbrauchbare abgesondert.
Reflektieren ist stets auf das Eigenbemessene, auf die eigene Bedürftigkeit ausgerichtet. Da ist kein Platz für jenes Wunderbare, das sich uns von selber und spontan mitteilen will und vor allem unmittelbar als „Wahr“ zutiefst von uns empfunden wird.
Wir spüren diese Mitteilungen als ein Erleben, das von zwei Grundeigenschaften begleitet wird: Ein großes Staunen und ein bis aufs Mark erschüttert und bestürzt werden. Dann und erst dann, können wir von geistigen Wahrnehmungen sprechen.
Der Geist, der „flüchtiger Merkur“ ( „Cervus fugitivus“ ), wird aus dem Leiblichen entbunden.
Staunen ist ein Zustand geistiger Durchdringung. Es beflügelt uns zu der Erkenntnis unserer Lage im Schöpfungsbuch Leib.
Erschütterung ist die mit dem Freiwerden geläuterte Substanz: Materie, die zum Geist und Geist, der zur Materie wird.
Die Gefahr imaginativer Verfahren liegt in ihrer suggestiven Wirkung. Nehmen wir als Beispiel die Imagination von Licht, das aus dem Kelch einer Rose entspringt. Dieses Bild, so schön und einladend es auch wirken mag, wird von Außen über äußere Augenbewegungen nach Innen transponiert.
In der Vorstellung wird ein äußeres Bild zum inneren Erleben umfunktioniert. Die suggestive Wirkung wird körperlich erlebbar:
Wir spüren die Rose, vielleicht sehen wir auch das Licht. Durch affirmative Sätze wie „ Frieden“ , oder „Stille“ werden weitere suggestive Elemente angeregt, die nach den polaren Gesetzen des Lebens ein Gegenteiliges hervorrufen werden: Aus dieser Scheinwelt entsteht die Empfindung einer Befremdung gegenüber dem Äußerlichen, dem Alltäglichen. Das Wort Maya aus dem Indischen präzisiert sehr treffend diese vom Diesseits losgelöste Empfindung. Die Welt als Illusion, als Nicht-Wirklichkeit. Das ist nicht der Weg zur Einung. Das ist Traum.

Am Anfang stellten wir das Äußere und das Innere als polare Gebilde dar. Äußere Augenbewegungen mit geschlossenen Augen bewirken einen Tätigkeitszustand in Ruhe. Dies lässt sich beim Träumenden wahrnehmen. Und exakt dasselbe stellt sich bei imaginativen und visualisierenden Techniken dar.
Wir empfinden klar den Unterschied zwischen Wach- und Traumebene. Dieser Unterschied wird aber durch diese Verfahren aufgehoben.
Bei der leiblichen Geistdurchdringung und Geistlösung muss die Wach- und die Traumebene gesondert werden. Es geht hier um ein äußerst waches Gewahrsein, das zunächst mal nicht assoziativ und nicht suggestiv und absolut nicht reflektierend zum Ausdruck kommt. Nicht ich arbeite mit Symbolen, sondern umgekehrt, das Symbol
(im griechischen Sym-ballein: zusammenführen, verbinden) stellt sich spontan und flüchtig, aber kaum merklich ein.
Staune ich, bewegt es mich? Führt es mich irgendwohin? Mit was werde ich in meiner Empfindung zusammen geführt Was steigt in mir auf ?
Hier muss ich als sinnlich Wahrnehmender eine aktive Haltung einnehmen. Nicht träumen.

In der aktiven Wachsamkeit ist das zur Ruhe kommen der Augenbewegung unerlässlich. Um die innere Wachsamkeit zu erhalten, ist es wichtig, ab und zu die Augen zu öffnen, da sich mit geschlossenen Augen Müdigkeit leicht einstellen kann. Geöffnete, nicht fixierende Augen, regen die Leibeswahrnehmung an.
Unter Wachsamkeit verstehe ich nicht unbedingt ein stilles Sitzen und Ruhen, sondern ein leises Horchen von dem, was sich im Innern abspielt.
Im Laufe der Zeit und durch Übung können wir auf das alltägliche Tun diese Ebene der Wahrnehmung übertragen. Dann werden wir zu wahrhaft Sehenden und Hörenden.

Substanz-Aufbau ist ein spürbar anwachsender „ geistiger Stoff “, der aus dem „Wahrnehmungsdestillat “ gewonnen wird. Wir können dann
von einem alchemistischen Prozess sprechen, der Geist zum Stoff und Stoff zum Geist werden lässt.
Es ist für viele Menschen befremdend, dass in uns, im Leiblichen, die Quelle geistiger Erlösung vorhanden sein soll. Durch die jahrhundertlange Trennung von Geist und Materie ist es in uns selbst zu einer inneren Spaltung gekommen.
Der gnostische Ansatz, im Leiblichen die Quelle satanischen Übels zu erkennen, sonderte im Inneren die leibliche Wahrnehmung als Weg zum göttlichen Ursprung vollends ab.
Leiblichkeit ist kein Synonym für die Form von Körperlichkeit, wie sie heutzutage in den Medien und im Showbusiness exzessiv vorgelebt wird. Diese Körperlichkeit stellt lediglich eine polare Antwort dar auf eine jahrtausendlange rigide und patriarchalisch orientierte Unterdrückung von Körperlichkeit und die mit ihr verbundenen Funktionen im unteren Beckenbereich. Die Sexualität ist die uns Bekannteste, die uns aber am wenigsten Bewusste ist
die Ausscheidungsfunktion. Diese gilt immer noch als Unrein in vielen Religionen und wird vollkommen tabuisiert.
Als Körpertherapeut wurde mir im Laufe meiner siebzehn jährigen Praxistätigkeit mit leidenden Menschen, diese Tabuzone im menschlichen Körper in der Darmfunktion ersichtlich. „Im Darm ist der Tod“ ist ein bekannter überlieferter medizinischer Ausspruch. Die Zunahme von Dickdarmkrebs ist ein wichtiges Indiz auf eine Entwicklung, die nicht nur dem materiellen Aspekt - also der Nahrungsqualität und der gestörten Darmfunktion- obliegt, sondern vor allem ihre tiefen Wurzel in der desolaten, im Menschen abgesonderten Leibesempfindung hat.

Wortschlüssel:
Darm, Tod, Unterdrückung des Leiblichen.

Im „Opus Magnum “, im großen Werk der Alchemie wird dieser Zustand als „ Nigredo “, als „Schwärze“ bezeichnet. Mit ihm ist der Geisteszustand der Melancholie, der schwarzen Galle verbunden.
Damit ist Depression und das Empfinden von tiefer Dunkelheit gemeint. Der Mensch fühlt sich bleiern.
Dort, wo Bewegung gestaut ist, baut sich ein Bezirk von abgekapselter Materie auf, die nicht im Zusammenhang mit dem organischen Fließsystem von Auf- und Abbau der Körpersäfte steht. Das ist wahrhaft Geist im Exil und Materie ohne Geist. Diese Spaltung macht sich im abgesonderten Darmbereich bemerkbar. Hier staut sich Körperlymphe, hier haust Verwesung und Tod.
Wir, als Menschen, erleben diese Verbannung, diese Absonderung in Form von mannigfaltigen Erkrankungen, seien sie körperlicher oder geistiger Natur.
Im Moment überwältigt uns diese Schwärze und die mit ihr verbundenen Verwesung ( „ Putrefactio “ ). Es gilt daher notwendige Umpolungen in sozialer, kultureller und religiöser Sicht zu wagen.
Mit der Hinwendung zur Leiblichkeit haben wir Zugang zum Abbild unseres göttlichen Ebenbildes.

Dieser Weg ist anders als die bisherigen Versuche. Er stellt die Weichen für die Eröffnung neuer Erfahrungswerte, die zum Überleben unserer Spezies auf dieser Erde notwendig werden.
Viele Wege von naturwissenschaftlicher und auch religiöser Seite, erweisen sich heute als nicht mehr zeitgemäß. Sie sind nicht mehr geeignet für den heutigen Menschen mit seinen speziellen Problemen, Nöten und Fragen.
Nur durch die Verknüpfung des Menschenbildes mit dem Kosmos und der Durchdringung von Leiblichkeit mit dem göttlichen, inwendigen Abbild, kann eine Erlösung für unsere Situation erreicht werden. Dann wird der Mensch mit der Blume und dem Mond verbunden sein, und der Weg der Sonne wird wieder im Leiblichen erlebbar. Dann wird das Du als Ich und das Ich als Du erlebt, und Verantwortung im Dienen und Füreinandersein wieder natürlich wachsen. Dann werden wir zu dem Abbild, wie uns Gott ursprünglich erschaffen hat. Aus Lehm, aus Erde.

Zum Verfassser:
Victor Manuel Robert, Jahrgang 1959, ist von Beruf Heilpraktiker. Er ist Gründer von Quaternio®-Heilweg.
Die vom Verfasser speziell entwickelte Atem - und Bewegungslehre wirkt in zweifacher Form auf den Menschen: sie leitet Toxine, Körpergifte aus und ermöglicht zugleich ein Aufweichen von tiefen, konditionierten Verhaltensmustern, die im Unbewussten vorhanden sind.
Diese Schau des Menschen knüpft an die hermetisch überlieferte Tradition an, weitet sie jedoch aus, um auf die zeitgenössischen Nöte des Menschen besser eingehen zu können.
Es werden Vorträge und Seminare für Interessierte angeboten.

Kontaktaufnahme über Redaktion RCF Rosenkreuzer Freundeskreis info@rosenkreuzer.org.

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